Studien zu Übersetzerinnen aus der Sammlung Varnhagen
Jadwiga Kita-Huber, Frederike Middelhoff (Hg.)
Schriften der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 19. Jahrhunderts, Band: 5
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Der Band widmet sich bislang unerschlossenen oder kaum erforschten Übersetzungen von Frauen, die mit einem der größten Handschriftenarchive Europas – der in Krakau (Jagiellonen-Bibliothek) aufbewahrten Sammlung Varnhagen – in Verbindung stehen. Für Akteurinnen wie Rosa Maria Assing, Sarah Austin, Helmina von Chézy, Caroline de Crespigny, Ottilie von Goethe oder Henriette Schubart bedeutete das Übersetzen nicht allein eine finanzielle Einnahmequelle. Vielmehr war es im Spannungsfeld von künstlerischem Selbstausdruck, dem Verlangen zur Mitgestaltung ästhetischer Geschmacksbildung und alltäglichen Formen schriftlicher, oftmals mehrsprachiger Kommunikation verortet. Die Beiträge nehmen die Schriften der Übersetzerinnen und ihre aus der Sammlung Varnhagen ersichtliche Vernetzung zum Anlass, die vielfältigen Praktiken des Übersetzens zu differenzieren und sowohl die ästhetischen Strategien als auch die kulturpolitischen Maximen der Übersetzerinnen zu ermitteln.
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